Interview mit Aktivisten aus Perama

Das folgende Interview führten wir mit AktivistInnen aus dem unabhängigen Nachbarschafts- und Arbeitslosenzentrum in Perama / Griechenland geführt. Mit der Gründung ihres Zentrums 2011 versuchen die Menschen in Perama ihre Bedürfnisse selber zu organisieren und setzen dabei in erster Linie auf ihre eigene Kraft. Mit ihrer Selbstorganisierung möchten sie einen weiteren Schritt in eine neue Gesellschaft, jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung, gehen.

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Veranstaltungstermine

„Selbstorganisierung in Perama/Griechenland“. Die Gemeinde Perama hat, mit ca 70 %, mit die höchste Arbeitslosenquote in Griechenland. Das unabhängige Nachbarschafts- und Arbeitslosenzentrum aus Perama wurde 2011 gegründet. 2 AktivistInnen aus dem Zentrum werden über ihre Aktivitäten und Selbstorganisierung berichten und laden ein, zu einer gemeinsamen Diskussion über Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Notwendigkeiten von Selbstorganisierung von unten, gerade in Zeiten der Krise.

Hamburg

Dienstag, 29.04. 19 Uhr
Curio-Haus, Rothenbaumchausee, Raum A der GEW
Veranstaltung vom Jour Fix in Kooperation mit der Initiative „Recht auf Stadt“
„Soziale Selbsthilfe und politischer Widerstand im Stadtteil“

Bremen

Mittwoch, 30.04. 19 Uhr
Kultur vor Ort e.V.; Liegnitzstr. 63
„Soziale Selbsthilfe und politischer Widerstand im Stadtteil“

Berlin

Samstag, 03.05. 17 Uhr

„Jockel“; Ratiborstr. 14c; Berlin Kreuzberg

„Soziale Selbsthilfe und politischer Widerstand im Stadtteil“

Reisebericht von einer Solidaritätsreise 2013

Das Arbeitslosenzentrum Perama

Das Center ist eine selbstorganisierte solidarische Struktur und existiert seit gut zwei Jahren. Babis vom Zentrum, der uns über die Situation in Perama informiert, führt aus, dass Solidarität ihre Stärke ist und dass diese Solidarität zum Sturz des Systems fuhren wird. Die Lage in Perama ist aufgrund des Niedergangs der Werftindustrie, die dieses Viertel prägt, dramatisch. Die Arbeitslosenrate liegt bei ca. 90%. Es fehlt an allem, auch an
Nahrungsmitteln. Das Center ünterstützt im Moment ca. 100 Familien mit Lebensmitteln. Es gibt Familien, in denen in den letzten 2-3 Jahren niemand auch nur einen einzigen Tag Arbeit gehabt hat. Deshalb hat die Unterstützung auch genau an dieser Stelle angefangen, damit die Menschen überleben können. Aber bei der hohen Arbeitslosenrate ist klar, dass nur ein kleiner Anteil von Familien unterstützt werden kann. 95% der Mitglieder im Center sind selbst arbeitslos.

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